The beach
Samstagmorgen sind wir gemaechlich aufgestanden, haben gefruehstueckt (Hotel Rachel serviert pro Person eine Dosis Erdbeermarmelade, eine Dosis Pfirsichmarmelade, Butter, frisches Brot, ein wenig Kuchen, ein Glas Orangensaft, Kaffee oder Tee... falls es jemanden interessieren sollte) und dann haben wir unsere Sachen zusammengepackt, um 12 mussten wir aus den Zimmern raus (wenn noetig mit Gewalt) :) Mit dem naechsten Bus sind wir dann zurueck in die "Inselhauptstadt" Aegina (ja, sie Stadt heisst wie die Insel) gefahren und von dort aus in das Doerfchen Perdika (wir sind von Nordosten nach Nordwesten und von Nordwesten nach Suedwesten gefahren). Perdika war recht huebsch, nicht so touristisch wie Aegina oder Agia Marina, aber viel konnte man dort auch nicht machen.
Nach einer leeeckeren Tyropita haben wir uns also abendteuerlustig auf den Weg gemacht, einen Strand zu finden... einen besonderen Strand... einen besonders schoenen Strand... denn an diesem Strand wollten wir nicht nur den Nachmittag und den Abend verbringen, NEIN! Auch die Nacht! Ohooo! :) Also Gepaeck geschultert und los. Unsere wohlueberlegte Wahl fiel auf folgendes Exemplar...
Ok, es war jetzt nicht 100% DER einsame und atemberaubend schoene Strand, aber man konnte es durchaus dort aushalten :) Das Wasser war wuuunderbar, klar, sauber, warm. Sandstrand, ein paar Baeume rund herum, Gratisliegen von einem scheinbar verlassenen Hotel. Nach dem ausgiebigen Baden machten Tono und ich uns auf den Weg zurueck ins Doerfchen Perdika, um vom dortigen Supermarkt Proviant und vom Baecker (!) Bustickets fuer den naechsten Tag zu kaufen (Sachen gibt's...). Wieder zurueck an "unserem Strand" erwartete uns ein musikalischer Leckerbissen ;) Aus dem nichts waren ca. 6 nette Omas und Opas aufgetaucht, hatten einen nahezu perfekten Stuhlkreis gebildet und sangen mit vertraeumtem Blick griechische Volkslieder (die zumeist etwas mit dem Meer zu tun hatten... Thalassa, thalassa...). Das der Text nicht immer so gut sass, wurde durch inbruenstig gesungene "Lalalaaas" und "hmmmhmmmhmmmms" wettgemacht :) Ladadiii ladadaaa :) Sehr suess.
Cecilia und Valentina hatten im Gebuesch einen etwas mitgenommenen Volleyball gefunden und mit dem spielten wir dann eine Weile... haaa... welch eine Idylle... die Sonne geht (hinter den Wolken) unter, alte Menschen singen von vergangenen Tagen und die Jugend ergoetzt sich an Ballspielen. Kadda, diese Szene muss unbedingt in deinen mit Spannung erwarteten Debuetfilm, auch wenn sie sonst nicht in die Handlung passt ;)
Und es wurde dunkel... (und ich sollte mal lernen, die Kamera gerade zu halten)...

Und die netten aelterern Damen und Herren gingen nach Hause...
Und die kleinen Bibies wollen frei sein...
Und wir genossen unser Dinner aus Brot, La vache qui rit, Putenbrustfiletwurstscheiben, Trauben und ....KEKSEN! Mjamjamjam :)
Anschliessend zog jeder all das an, was er in seinem Koffer finden konnte. Todschicker Zwiebellook :) Es wurde naemlich ein wenig kuehl...
Wir machten es uns auf unseren "Betten" (den Strandliegen) gemuetlich, falteten die Haende ueber dem Bauch und genossen den Moment. Doch dann... Blitze. "Aaaach, die sind ganz weit weg, das Gewitter kommt bestiiimt nicht hier her." Noch mehr Blitze. "Aah, no, think pooositiiive!". Regen. "Verdammt, schnappt euch eure Sachen und reeeeennt!!!!"
Unsere Notunterkunft war das kleine Bushaltestellenhaeuschen, ca. 50 m vom Strand entfernt. Wo sollten wir sonst auch hin?
Eine Stunde reeeegnete und reeeegnete es. Wir nahmen's mit Humor. Cecilia sang uns "Bella ciao" vor und konnte nicht glauben, dass ich dieses Lied auch aus der Schule kannte ;)
Das Haeuschen war eigentlich ganz gemuetlich, mit "echten" Mauern und einem vernuenftigen Dach, und es stand so, dass der Wind nich hineinblies. Aber schlafen konnte man dort beim besten Willen nicht, wir sassen wie die Huehner auf der Stange, alle 20 Minuten kam mal ein Auto vorbei, blendende Scheinwerfer, neugierige Blicke, Kopfschuetteln :) Was machen diese vier verrueckten, in Handtuecher eingewickelten Spaetsommertouristen da?
Als der erste Regenschauer vorueber war, traute ich mich wieder an den Strand. Strandliegen sind gluecklicherweise so konzipiert, dass sie Fluessigkeit nicht aufsaugen, sondern sich leicht abwischen lassen. Zehn Minuten spaeter lagen wir wieder dort, unsere Sachen vom Regen zwar etwas nass, aber... hey, wir sind Erasmus (die Universalausrede, -begruendung, -motivation,...)! Argwoehnisch beobachteten wir die Wolken und...
"Oh no, I think I just felt a drop"
"No nooo, that's just your imagination!"
"Maybe it's from the trees, they are still wet..."
"Wait, I think I also felt a drop... and another one... and another one.... ruuuuuuuuuuuuun!!!!!"
Und wieder ins Haeuschen gekuschelt. Ich will euch jetzt hier nicht unnoetig langweilen, dieses Strand-Bushaltestellenhaeuschen-Spiel wiederholte sich etwa 4-5 Mal. Am Ende waren wir ganz schon fertig und... man, wieso muss es denn in regnerischen Oktobernaechten so kalt werden? Tagsueber sind wir doch noch im Meer schwimmen gegangen! :) Und hey... verbringt mal so eine Nacht draussen im Nirgendwo. Man glaubt gar nicht, wie langsam die Stunden vergehen...
Gegen 1 Uhr, wir waren alle auf der Bank eingedoest... wurde es draussen ploetzlich hell. Der Vollmond! Die Wolken verzogen sich. Juhuuu!
Die anderen drei trauten dem Braten noch nicht so ganz und bevorzugten vorerst das sichere Haeuschen. Also nahm ich alleine meinen luxurioesen Platz mit Panorama-Meeresblick ein, wickelte mich noch fester ins feuchte Handtuch und... ja man, es war gut, solche Momente erlebt man selten. Der Vollmond... Sterne... Lichter in der Ferne (das reeeeiiimt sich)... und das Meeer, gaaanz ruhig, kaum Wellen. Ich fuehlte mich wie im Traum, nickte langsam ein... miau. Hm? Miaaau. Hmm?
Besuch! Eine Katze! Als sie zielgerichtet zu mir kam, sich an meiner Liege rieb, sich von mir streicheln liess und anfing zu schnuuuurren... ungelogen, ich hatte Traenen in den Augen. Wer hat mir diesen kleinen Engel geschickt? :)
Sie liess sich von mir auch sofort in den Arm nehmen, machte es sich auf meinem Schoss bequem, waermte mir den Bauch und gab mir durch ihr Schnurren und ihre blosse Anwesenheit ein so unglaublich schoenes Gefuehl von Geborgenheit... hmmmm...
So kam es dann auch zu dieser sms (Peterchen, verzeih mir, dass ich meine privaten Nachrichten an dich wenig spaeter hier veroeffentliche, aber sie passen immer so gut)...
Das lasse ich jetzt mal so stehen (weil's so schoen ist) und schleiche davon, bald gibt's den "Rest" von Aegina und wieder eine Prise Athen...
Nach einer leeeckeren Tyropita haben wir uns also abendteuerlustig auf den Weg gemacht, einen Strand zu finden... einen besonderen Strand... einen besonders schoenen Strand... denn an diesem Strand wollten wir nicht nur den Nachmittag und den Abend verbringen, NEIN! Auch die Nacht! Ohooo! :) Also Gepaeck geschultert und los. Unsere wohlueberlegte Wahl fiel auf folgendes Exemplar...
Ok, es war jetzt nicht 100% DER einsame und atemberaubend schoene Strand, aber man konnte es durchaus dort aushalten :) Das Wasser war wuuunderbar, klar, sauber, warm. Sandstrand, ein paar Baeume rund herum, Gratisliegen von einem scheinbar verlassenen Hotel. Nach dem ausgiebigen Baden machten Tono und ich uns auf den Weg zurueck ins Doerfchen Perdika, um vom dortigen Supermarkt Proviant und vom Baecker (!) Bustickets fuer den naechsten Tag zu kaufen (Sachen gibt's...). Wieder zurueck an "unserem Strand" erwartete uns ein musikalischer Leckerbissen ;) Aus dem nichts waren ca. 6 nette Omas und Opas aufgetaucht, hatten einen nahezu perfekten Stuhlkreis gebildet und sangen mit vertraeumtem Blick griechische Volkslieder (die zumeist etwas mit dem Meer zu tun hatten... Thalassa, thalassa...). Das der Text nicht immer so gut sass, wurde durch inbruenstig gesungene "Lalalaaas" und "hmmmhmmmhmmmms" wettgemacht :) Ladadiii ladadaaa :) Sehr suess.
Cecilia und Valentina hatten im Gebuesch einen etwas mitgenommenen Volleyball gefunden und mit dem spielten wir dann eine Weile... haaa... welch eine Idylle... die Sonne geht (hinter den Wolken) unter, alte Menschen singen von vergangenen Tagen und die Jugend ergoetzt sich an Ballspielen. Kadda, diese Szene muss unbedingt in deinen mit Spannung erwarteten Debuetfilm, auch wenn sie sonst nicht in die Handlung passt ;)
Und es wurde dunkel... (und ich sollte mal lernen, die Kamera gerade zu halten)...

Und die netten aelterern Damen und Herren gingen nach Hause...
Und die kleinen Bibies wollen frei sein...
Und wir genossen unser Dinner aus Brot, La vache qui rit, Putenbrustfiletwurstscheiben, Trauben und ....KEKSEN! Mjamjamjam :)
Anschliessend zog jeder all das an, was er in seinem Koffer finden konnte. Todschicker Zwiebellook :) Es wurde naemlich ein wenig kuehl...
Wir machten es uns auf unseren "Betten" (den Strandliegen) gemuetlich, falteten die Haende ueber dem Bauch und genossen den Moment. Doch dann... Blitze. "Aaaach, die sind ganz weit weg, das Gewitter kommt bestiiimt nicht hier her." Noch mehr Blitze. "Aah, no, think pooositiiive!". Regen. "Verdammt, schnappt euch eure Sachen und reeeeennt!!!!"
Unsere Notunterkunft war das kleine Bushaltestellenhaeuschen, ca. 50 m vom Strand entfernt. Wo sollten wir sonst auch hin?
Eine Stunde reeeegnete und reeeegnete es. Wir nahmen's mit Humor. Cecilia sang uns "Bella ciao" vor und konnte nicht glauben, dass ich dieses Lied auch aus der Schule kannte ;)
Das Haeuschen war eigentlich ganz gemuetlich, mit "echten" Mauern und einem vernuenftigen Dach, und es stand so, dass der Wind nich hineinblies. Aber schlafen konnte man dort beim besten Willen nicht, wir sassen wie die Huehner auf der Stange, alle 20 Minuten kam mal ein Auto vorbei, blendende Scheinwerfer, neugierige Blicke, Kopfschuetteln :) Was machen diese vier verrueckten, in Handtuecher eingewickelten Spaetsommertouristen da?
Als der erste Regenschauer vorueber war, traute ich mich wieder an den Strand. Strandliegen sind gluecklicherweise so konzipiert, dass sie Fluessigkeit nicht aufsaugen, sondern sich leicht abwischen lassen. Zehn Minuten spaeter lagen wir wieder dort, unsere Sachen vom Regen zwar etwas nass, aber... hey, wir sind Erasmus (die Universalausrede, -begruendung, -motivation,...)! Argwoehnisch beobachteten wir die Wolken und...
"Oh no, I think I just felt a drop"
"No nooo, that's just your imagination!"
"Maybe it's from the trees, they are still wet..."
"Wait, I think I also felt a drop... and another one... and another one.... ruuuuuuuuuuuuun!!!!!"
Und wieder ins Haeuschen gekuschelt. Ich will euch jetzt hier nicht unnoetig langweilen, dieses Strand-Bushaltestellenhaeuschen-Spiel wiederholte sich etwa 4-5 Mal. Am Ende waren wir ganz schon fertig und... man, wieso muss es denn in regnerischen Oktobernaechten so kalt werden? Tagsueber sind wir doch noch im Meer schwimmen gegangen! :) Und hey... verbringt mal so eine Nacht draussen im Nirgendwo. Man glaubt gar nicht, wie langsam die Stunden vergehen...
Gegen 1 Uhr, wir waren alle auf der Bank eingedoest... wurde es draussen ploetzlich hell. Der Vollmond! Die Wolken verzogen sich. Juhuuu!
Die anderen drei trauten dem Braten noch nicht so ganz und bevorzugten vorerst das sichere Haeuschen. Also nahm ich alleine meinen luxurioesen Platz mit Panorama-Meeresblick ein, wickelte mich noch fester ins feuchte Handtuch und... ja man, es war gut, solche Momente erlebt man selten. Der Vollmond... Sterne... Lichter in der Ferne (das reeeeiiimt sich)... und das Meeer, gaaanz ruhig, kaum Wellen. Ich fuehlte mich wie im Traum, nickte langsam ein... miau. Hm? Miaaau. Hmm?
Besuch! Eine Katze! Als sie zielgerichtet zu mir kam, sich an meiner Liege rieb, sich von mir streicheln liess und anfing zu schnuuuurren... ungelogen, ich hatte Traenen in den Augen. Wer hat mir diesen kleinen Engel geschickt? :)
Sie liess sich von mir auch sofort in den Arm nehmen, machte es sich auf meinem Schoss bequem, waermte mir den Bauch und gab mir durch ihr Schnurren und ihre blosse Anwesenheit ein so unglaublich schoenes Gefuehl von Geborgenheit... hmmmm...So kam es dann auch zu dieser sms (Peterchen, verzeih mir, dass ich meine privaten Nachrichten an dich wenig spaeter hier veroeffentliche, aber sie passen immer so gut)...
Das hat was surreales... Ich sitze gerade alleine an einem Strand auf einer Insel unter dem Vollmond, mit einer schnurrenden Katze auf dem Schoss, singe leise und vor mir plaetschert das Mittelmeer. Sieht aus wie fluessiges Blei. Mir ist zwar kalt, aber ich wuerde diesen Moment fuer nix in der Welt hergeben.
Das lasse ich jetzt mal so stehen (weil's so schoen ist) und schleiche davon, bald gibt's den "Rest" von Aegina und wieder eine Prise Athen...


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