Thessaloniki
Habt ihr mich vermisst?
*grillenzirpen*
Hier bin ich wieder!
*husten in der letzten reihe*
Freut ihr euch?
*wuestenbusch rollt vorbei*
Ja ja, schon kapiert :) Trotzdem erzaehle ich euch jetzt wie es mir ergangen ist auf dem 47. Filmfestival der suessen Stadt Thessaloniki.
Der weisse Turm, das Wahrzeichen von der "ewig zweiten Stadt"... wenn jetzt jemand sagt "der iiiis aber gar nicht weiss" dann darf er sich selbst hauen. Wale und Delphine sind ja auch keine Fische. Man braucht aber nicht drum rum reden, Thessaloniki ist objektiv gesehen schoener als der Grossteil von Athen (trotzdem: Manini + Atheeen = Heeerz)... groessere Plaetze, breitere Strassen, eine coole Promenade am Meer entlang, ein grosser Campus, viel Studentenleben, goettliche Tyropites, Bougatses... Wer nicht weiss, was das ist, lasse seinen Blick nun auf folgendem Bilde ruhen:
Mmmmh... knuspriger Blaetterteig, warme Vanille-Creme, Zimt und Puderzucker... Aber man findet auch viele andere Pites in Thessaloniki... eigentlich alles, was man irgendwie mit einem Blaetterteigmantel umhuellen kann und meistens schmeckt es mjamjamjam.
Wir sind Donnerstag um 5 vor 12 (Mitternacht) mit dem Zug losgefahren... braune Ledersitze (speckiges Leder... ahaha), liebliches Neonroehrenlicht, mehr Passagiere als Plaetze. Ein Tipp fuer die Zukunft: seht zu, dass ihr an dem Datum in den Zug steigt, auf das euer Ticket ausgestellt ist. Bei uns ist es nochmal gut gegangen, weil nur wir gemerkt haben (nach 2 Stunden Zugfahrt), dass uns die Frau am Ticketschalter Fahrkarten fuer FREITAG Nacht ausgedruckt hatte, obwohl wir Donnerstag wollten! Egal, wir haben uns schlafend gestellt und wurden so nicht weiter von Platzrivalen belaestigt (die waren sowieso bloeddoofpups).
Das einzigartige an Thessaloniki ist, dass die Stadt an der einen Seite einfach "begrenzt" ist... fruehmorgens meist von einer weissen Wand aus Nebel.
It's the end of the world as we know it... Der Blick ins diffuse Nichts kann entspannend sein, kann befreiend sein,... kann einen aber auch verzweifeln. Aber meist kommt ja gegen Mittag die Sonne durch, vertreibt den Nebel und dann sieht man viiiiel Meer und Schiffe...
Ich war uebrigens mit Jana und Sunniva (eine deutsche Freundin von Janalein, mit schwedischem Namen) in Thessaloniki und gepennt haben wir im Wohnzimmer von Maria, einer anderen deutschen Freundin von Jana. Maria macht gerade Erasmus (tz tz tz, wie die Sprache verkommt bei so einem Auslandsaufenthalt) in Saloniki.
Daaas Filmfestival...
...hat Spaaass gemacht, wir waren in insgesamt 8 Filmen (drei davon Mittelkurzfilme). Auf dem Festival gab es verschiedene Themenschwerpunkte, z.B. "Wim Wenders", "Teenager" (uuuuh), "Balkan",... Ich kannte von Wenders bisher nur "Million Dollar Hotel" (fand ich guttt). Aber jeeetzt kenn ich auch "Der amerikanische Freund" und "Paris, Texas". Ja ja, der Wim hat schon was drauf, ich fand alle Filme sehr gut, chapeau. Im Rahmenprogramm des Festivals gab es uebrigens auch eine Photoausstellung mit Bildern von (also gemacht von) Wim Wenders und seiner Frau... Hanuta? Danonino? Agatha? Donata!
Der andere deutsche Film, den wir gesehen haben, hiess "Sehnsucht", von einer jungen deutschen Regisseurin (die auch da war!)... Valeska Grisgram oder so :) Also wie soll ich sagen... ich hatte waehrend des ganzen Films Uebelkeitsanfaelle, weil er das gezeigt hat, was ich an Deutschland so """liebe"""... tristes Leben im Kaff... freiwillige Feuerwehr (nicht die Feuerwehr an sich, sondern die ganzen Nebenerscheinungen, die "Kultur" rundherum)... verrauchte Gaststaetten... Saufen um kommunikativer zu werden... Swing tanzen zu "Crying at the discotheque"... grau grau grau. Uaeh. Aber irgendwie mochte ich den Film auch. Habe mich jedenfalls nicht wirklich gelangweilt :)
Der Gerechtigkeit halber: die beiden griechischen Filme, die wir gesehen haben, haben mich auch nicht vom Hocker gerissen. Der eine ("To perasma", engl. Titel "Crossing") hat mich ziemlich beeindruckt, aber er war irgendwie schlecht gemacht (wahrscheinlich extra). Und der andere ("I psychi sto stoma", engl. Titel "Soul kicking") war die reinste Folter fuer die Seele... waehrend des ganzen Films wird nur geflucht, geschrien, bedroht, geschimpft,... ich hatte nach dem Film jedenfalls Bauchschmerzen und meine Nerven lagen blank (der Hauptdarsteller, der das ganze "Soul kicking" ertragen musste, hat sich am Ende des Films entsprechend... abreagiert). Der einzig positive Aspekt an dem Film ist... eine gelungene Satire auf manche Teile der griechischen Gesellschaft. Und... jeder Grieche, der im Film sass, wird wohl nie wieder das Wort Malaka benutzen. Uaeh.
Die drei Mittelkurzfilme (15-45 min.), ein brasilianischer und zwei franzosische, unter dem Oberthema "Teenager" waren alles in allem ganz suess... der eine etwas unverstaendlich, aber... hallo? Kunst?
Fazit: ich habe auf dem Festival keinen "neuen Lieblingsfilm" entdeckt, aber es hat sich trotzdem gelohnt!
Was an wir sonst noch gemacht haben...
Quatsch und Gemuese auf dem Markt gekauft...

Aristoteles besucht...

Abends durch die Stadt gelaufen (am 17. November - historischer und chaotischer Tag in Griechenland - lag Pfefferspray in der Luft... interessante Erfahrung) und durch Cafes und Kneipen gezogen...

Eine naechtliche Visite bei Alexander dem Grossen und seinem Pferdchen und seinen Speeren gemacht (Nouli: "Pfeilwerfen? Ist das nicht ein BISSCHEN gefaehrlich?")
Zur Burg und der alten Stadtmauer hochgekraxelt und Schattenbilder gemacht...
...uuund gestern Abend sind wir zurueck gekommen. Und bei jeder Rueckkehr fuehlt sich Athen mehr nach "zu Hause" an.
Naechstes Wochenende fahre ich wieder nach Keratea. Eigentlich ein Grund, sich zu freuen, aber es ist was ziemlich bescheuertes passiert: jemand ist in unser Haus eingebrochen, hat auf der Suche nach was wertvollem die Schranke entleert (natuerlich haben wir nix "objektiv wertvolles" in unserem Sommerhaeuschen), alles durcheinander gemacht... ich hoffe, dass nix von den fuer uns so wertvollen Sachen (Photos, Kleinkram,...) kaputt gegangen ist. Als Mama mir von dem Einbruch erzaehlte (sie hatte es von unserem Nachbarn Giorgos erfahren) war ich wirklich am Boden zerstoert... traurig, wuetend. Nicht weil ein vielleicht aermerer (?) Mensch sich etwas von uns genommen hat... soll er doch, soll er gluecklich damit werden. Sondern weil man in unsere "Welt" eingedrungen ist, in unser Hauschen, an dem so viele Erinnerungen haengen, unsere Privatssphaere. Ohne Ruecksicht auf das, was fuer uns wertvoll ist.
Na ja, am Freitag werde ich sehen, wie schlimm die Situation ist und aufraeumen.
Es hat keinen Sinn jetzt noch viel darueber nachzudenken und traurig zu sein... ich bin heute eigentlich auch wieder ziemlich gut drauf. Hab ich schon erzaehlt, dass ich jetzt Gitarrenunterricht "bekomme"? Gibt's umsonst, an der Uni! Ok, ich sitze da mit 30 blutigen Anfaengern in einem grossen Stuhlkreis, aber auch fuer mich ist es gut, mal "die richtige" Haltung, Grifftechnik, ein bisschen Theorie etc. zu lernen... mir macht's jedenfalls Spass. Ausserdem erntet man immer bewundernde, "wissende", neugierige Blicke, wenn man mit ner Gitarre auf dem Ruecken durch die Strassen laeuft :)
Bald kommt Minkor! (Das nur als Androhung... eh... Vorgeschmack) :)
Ich finde es herzerwaemend schnuckelig , dass ihr im Studi-Verzeichnis (*fauch*) eine Gruppe gegruendet habt, die mich zurueck will. Ich will euch aaaauch, alle, hier hin, sofort! :) Aber... aber... aber... wenn ich dann wieder in Bonn bin, gruendet ihr dann die Gruppe "Manini zu verkaufen"?
*grillenzirpen*
Hier bin ich wieder!
*husten in der letzten reihe*
Freut ihr euch?
*wuestenbusch rollt vorbei*
Ja ja, schon kapiert :) Trotzdem erzaehle ich euch jetzt wie es mir ergangen ist auf dem 47. Filmfestival der suessen Stadt Thessaloniki.
Der weisse Turm, das Wahrzeichen von der "ewig zweiten Stadt"... wenn jetzt jemand sagt "der iiiis aber gar nicht weiss" dann darf er sich selbst hauen. Wale und Delphine sind ja auch keine Fische. Man braucht aber nicht drum rum reden, Thessaloniki ist objektiv gesehen schoener als der Grossteil von Athen (trotzdem: Manini + Atheeen = Heeerz)... groessere Plaetze, breitere Strassen, eine coole Promenade am Meer entlang, ein grosser Campus, viel Studentenleben, goettliche Tyropites, Bougatses... Wer nicht weiss, was das ist, lasse seinen Blick nun auf folgendem Bilde ruhen:
Mmmmh... knuspriger Blaetterteig, warme Vanille-Creme, Zimt und Puderzucker... Aber man findet auch viele andere Pites in Thessaloniki... eigentlich alles, was man irgendwie mit einem Blaetterteigmantel umhuellen kann und meistens schmeckt es mjamjamjam.Wir sind Donnerstag um 5 vor 12 (Mitternacht) mit dem Zug losgefahren... braune Ledersitze (speckiges Leder... ahaha), liebliches Neonroehrenlicht, mehr Passagiere als Plaetze. Ein Tipp fuer die Zukunft: seht zu, dass ihr an dem Datum in den Zug steigt, auf das euer Ticket ausgestellt ist. Bei uns ist es nochmal gut gegangen, weil nur wir gemerkt haben (nach 2 Stunden Zugfahrt), dass uns die Frau am Ticketschalter Fahrkarten fuer FREITAG Nacht ausgedruckt hatte, obwohl wir Donnerstag wollten! Egal, wir haben uns schlafend gestellt und wurden so nicht weiter von Platzrivalen belaestigt (die waren sowieso bloeddoofpups).
Das einzigartige an Thessaloniki ist, dass die Stadt an der einen Seite einfach "begrenzt" ist... fruehmorgens meist von einer weissen Wand aus Nebel.
It's the end of the world as we know it... Der Blick ins diffuse Nichts kann entspannend sein, kann befreiend sein,... kann einen aber auch verzweifeln. Aber meist kommt ja gegen Mittag die Sonne durch, vertreibt den Nebel und dann sieht man viiiiel Meer und Schiffe...
Ich war uebrigens mit Jana und Sunniva (eine deutsche Freundin von Janalein, mit schwedischem Namen) in Thessaloniki und gepennt haben wir im Wohnzimmer von Maria, einer anderen deutschen Freundin von Jana. Maria macht gerade Erasmus (tz tz tz, wie die Sprache verkommt bei so einem Auslandsaufenthalt) in Saloniki. Daaas Filmfestival...
...hat Spaaass gemacht, wir waren in insgesamt 8 Filmen (drei davon Mittelkurzfilme). Auf dem Festival gab es verschiedene Themenschwerpunkte, z.B. "Wim Wenders", "Teenager" (uuuuh), "Balkan",... Ich kannte von Wenders bisher nur "Million Dollar Hotel" (fand ich guttt). Aber jeeetzt kenn ich auch "Der amerikanische Freund" und "Paris, Texas". Ja ja, der Wim hat schon was drauf, ich fand alle Filme sehr gut, chapeau. Im Rahmenprogramm des Festivals gab es uebrigens auch eine Photoausstellung mit Bildern von (also gemacht von) Wim Wenders und seiner Frau... Hanuta? Danonino? Agatha? Donata!
Der andere deutsche Film, den wir gesehen haben, hiess "Sehnsucht", von einer jungen deutschen Regisseurin (die auch da war!)... Valeska Grisgram oder so :) Also wie soll ich sagen... ich hatte waehrend des ganzen Films Uebelkeitsanfaelle, weil er das gezeigt hat, was ich an Deutschland so """liebe"""... tristes Leben im Kaff... freiwillige Feuerwehr (nicht die Feuerwehr an sich, sondern die ganzen Nebenerscheinungen, die "Kultur" rundherum)... verrauchte Gaststaetten... Saufen um kommunikativer zu werden... Swing tanzen zu "Crying at the discotheque"... grau grau grau. Uaeh. Aber irgendwie mochte ich den Film auch. Habe mich jedenfalls nicht wirklich gelangweilt :)
Der Gerechtigkeit halber: die beiden griechischen Filme, die wir gesehen haben, haben mich auch nicht vom Hocker gerissen. Der eine ("To perasma", engl. Titel "Crossing") hat mich ziemlich beeindruckt, aber er war irgendwie schlecht gemacht (wahrscheinlich extra). Und der andere ("I psychi sto stoma", engl. Titel "Soul kicking") war die reinste Folter fuer die Seele... waehrend des ganzen Films wird nur geflucht, geschrien, bedroht, geschimpft,... ich hatte nach dem Film jedenfalls Bauchschmerzen und meine Nerven lagen blank (der Hauptdarsteller, der das ganze "Soul kicking" ertragen musste, hat sich am Ende des Films entsprechend... abreagiert). Der einzig positive Aspekt an dem Film ist... eine gelungene Satire auf manche Teile der griechischen Gesellschaft. Und... jeder Grieche, der im Film sass, wird wohl nie wieder das Wort Malaka benutzen. Uaeh.Die drei Mittelkurzfilme (15-45 min.), ein brasilianischer und zwei franzosische, unter dem Oberthema "Teenager" waren alles in allem ganz suess... der eine etwas unverstaendlich, aber... hallo? Kunst?
Fazit: ich habe auf dem Festival keinen "neuen Lieblingsfilm" entdeckt, aber es hat sich trotzdem gelohnt!Was an wir sonst noch gemacht haben...
Quatsch und Gemuese auf dem Markt gekauft...

Aristoteles besucht...

Abends durch die Stadt gelaufen (am 17. November - historischer und chaotischer Tag in Griechenland - lag Pfefferspray in der Luft... interessante Erfahrung) und durch Cafes und Kneipen gezogen...

Eine naechtliche Visite bei Alexander dem Grossen und seinem Pferdchen und seinen Speeren gemacht (Nouli: "Pfeilwerfen? Ist das nicht ein BISSCHEN gefaehrlich?")

Zur Burg und der alten Stadtmauer hochgekraxelt und Schattenbilder gemacht...
...uuund gestern Abend sind wir zurueck gekommen. Und bei jeder Rueckkehr fuehlt sich Athen mehr nach "zu Hause" an. Naechstes Wochenende fahre ich wieder nach Keratea. Eigentlich ein Grund, sich zu freuen, aber es ist was ziemlich bescheuertes passiert: jemand ist in unser Haus eingebrochen, hat auf der Suche nach was wertvollem die Schranke entleert (natuerlich haben wir nix "objektiv wertvolles" in unserem Sommerhaeuschen), alles durcheinander gemacht... ich hoffe, dass nix von den fuer uns so wertvollen Sachen (Photos, Kleinkram,...) kaputt gegangen ist. Als Mama mir von dem Einbruch erzaehlte (sie hatte es von unserem Nachbarn Giorgos erfahren) war ich wirklich am Boden zerstoert... traurig, wuetend. Nicht weil ein vielleicht aermerer (?) Mensch sich etwas von uns genommen hat... soll er doch, soll er gluecklich damit werden. Sondern weil man in unsere "Welt" eingedrungen ist, in unser Hauschen, an dem so viele Erinnerungen haengen, unsere Privatssphaere. Ohne Ruecksicht auf das, was fuer uns wertvoll ist.
Na ja, am Freitag werde ich sehen, wie schlimm die Situation ist und aufraeumen.
Es hat keinen Sinn jetzt noch viel darueber nachzudenken und traurig zu sein... ich bin heute eigentlich auch wieder ziemlich gut drauf. Hab ich schon erzaehlt, dass ich jetzt Gitarrenunterricht "bekomme"? Gibt's umsonst, an der Uni! Ok, ich sitze da mit 30 blutigen Anfaengern in einem grossen Stuhlkreis, aber auch fuer mich ist es gut, mal "die richtige" Haltung, Grifftechnik, ein bisschen Theorie etc. zu lernen... mir macht's jedenfalls Spass. Ausserdem erntet man immer bewundernde, "wissende", neugierige Blicke, wenn man mit ner Gitarre auf dem Ruecken durch die Strassen laeuft :)
Bald kommt Minkor! (Das nur als Androhung... eh... Vorgeschmack) :)
Ich finde es herzerwaemend schnuckelig , dass ihr im Studi-Verzeichnis (*fauch*) eine Gruppe gegruendet habt, die mich zurueck will. Ich will euch aaaauch, alle, hier hin, sofort! :) Aber... aber... aber... wenn ich dann wieder in Bonn bin, gruendet ihr dann die Gruppe "Manini zu verkaufen"?


2 Comments:
Wim Wenders filmt noch viel besser in "Himmel ueber Berlin" und "In weiter Ferne so nah", sagte der Wuestenbusch und rollte davon...
Na toll! Hoffi sitzt einsam und hungrig zuhause und friert und Manini ist im warmen Griechenland und futtert leckere Sachen in sich rein und guckt Filme!!
@Volker: Die Mucke nervt! DAS macht Spaß:
http://www.myvideo.de/watch/191765
HoFfi
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